Schwenklager, auch als Drehverbindungen oder Drehtischlager bezeichnet, ermöglichen Rotationsbewegungen und nehmen dabei hohe Lasten auf.

Sie sind in zahlreichen Anwendungen wie Kränen, Windkraftanlagen und Baggern unverzichtbar.

Kaydon und LILY sind renommierte Hersteller von Schwenklagern.

In diesem Artikel werden Kaydon und LILY im Hinblick auf einreihige Vierpunkt-Schwenklager MTE-210T mit den Abmessungen ∅8.268 x ∅14.686 x1.575 inches verglichen.

Die Gegenüberstellung zeigt Unterschiede bei MTE-210TWerkstoff, Wärmebehandlung, Schmierfett, Abmessungen, Laufgenauigkeit und statischer Tragfähigkeit.

Das Verständnis dieser Unterschiede unterstützt Anwender bei der Auswahl des jeweils passenden Schwenklagers für ihre spezifischen Anforderungen.

Werkstoffvergleich

Innen- und Außenring

Tabelle 1: Werkstoffvergleich von Innen- und Außenring

Merkmal/Marke

KAYDON

LILY

Ursprungsmaterial

50Mn

42CrMoA

Empfohlenes Werkstoff

Vergüteter Stahl C45 E oder Stahl 42C2/46Cr2

42CrMo (entspricht 42CrMo4 (1.7225))

Chemische Zusammensetzung

C: 0,52–0,54 %

Si: 0,20–0,21 %

Mn: 1,51–1,61 %

Ni: 0,024–0,031 %

P: 0,0132–0,0135 %

S: 0,0077–0,0087 %

Cr: 0,24–0,25 %

Cu: 0,042 %

C: 0,38–0,45 %

Si: 0,17–0,37 %

Mn: 0,50–0,80 %

P: ≤0,030 %

S: ≤0,030 %

Cr: 0,90–1,20 %

Mo: 0,15–0,25 %

Mechanische Eigenschaften

Zugfestigkeit: 975 MPa

Bruchdehnung: 17,5 %

Streckgrenze: ≥930 MPa

Zugfestigkeit: ≥1080 MPa

Bruchdehnung: ≥12 %

Härte: ≤217 HB

Werkstoffersatz

Keine lokalen Ersatzwerkstoffe

42CrMo-GB/T 3077 anstelle von 50Mn

Kugeln

Tabelle 2: Vergleich der Rohwerkstoffe für Kugeln

Merkmal/Marke

KAYDON

LILY

Werkstoffspezifikation

100Cr6 EN ISO 683-17:2000

GCr15-GB/T 18254

Chemische Zusammensetzung

C: 0,99 %, Si: 0,28 %, Mn: 0,30 %, P: 0,0093 %, S: 0,0055 %, Cr: 1,49 %, Ni: 0,017, Mo: 0,006, Ti: ≤0,0007 %; Al: 0,0073 %; Cu: 0,018 %

C: 0,95–1,05 %, Cu: ≤0,25 %, Si: 0,15–0,35 %, O: ≤0,0012 %, Mn: 0,25–0,45 %, Ti: ≤0,005 %, P: ≤0,025 %, Al: ≤0,05 %, S: ≤0,02 %, As: ≤0,04 %, Cr: ≤1,40–1,65 %, As+Sn+Sb: ≤0,075 %, Ni: ≤0,25 %, Pb: ≤0,002 %, Mo: ≤0,10 %

Mechanische Eigenschaften

Streckgrenze: ≥590 MPa,

Zugfestigkeit: ≥830–1130 MPa,

Bruchdehnung: ≥10 %,

Durchmesser: 30 mm,

Durch Glühen zur Bildung kugeliger Karbide behandelt: ≤207 HBW,

Geglüht und kaltverformt: ≤241 HBW

Streckgrenze: ≥518,42 MPa,

Zugfestigkeit: ≥861,3 MPa,

Bruchdehnung: ≥27,95 %,

Härte nach Kugelglühbehandlung: 179–207 HBW,

Härte nach Weichglühen: ≤245 HBW

Da das Werkstoffmaterial GCr15 der Marke LILY Bearing auf dem Markt als äquivalentes Material zu 100Cr6 der Marke KAYDON gilt, bestehen Parallelen bei den mechanischen Eigenschaften und der chemischen Zusammensetzung.

Die konkreten Wärmebehandlungsverfahren und Härteanforderungen können jedoch abweichen, was sich auf die Leistungsfähigkeit und die Gesamthaltbarkeit der Kugeln und des Lagers auswirken kann.

Vergleich der Wärmebehandlung

Innen- und Außenring

Tabelle 3: Vergleich der Wärmebehandlung von Innen- und Außenring

Wärmebehandlungseigenschaft/Teil/Marke

KAYDON

LILY

Wärmebehandlung von Innen- und Außenring

Grundwerkstoff des Außenrings (HRC): 32,2–33,5

Grundwerkstoff des Innenrings (HRC): 34–34,5

Vor der Endbearbeitung werden die Körper von Innen- und Außenring des LILY Bearing auf HRC 30–35 wärmebehandelt.

Wärmebehandlung der Innen- und Außenlaufbahn

Standard-Einsatzhärtetiefe von 3,5 mm.

Laufbahn des Außenrings (HRC): 61-62,5

Selektive Härtung, Oberflächenhärte der Laufbahn des Innenrings HRC 57-62, mit einer Einsatzhärtetiefe von ≥2,5 mm.

Kennzeichnungen der Wärmebehandlung

Kaydon-Lager weisen nach der Wärmebehandlung Kennzeichnungen auf.

Die Wärmebehandlungskennzeichnungen werden bei den Laufbahnen von LILY Bearing nach dem abschließenden Oberflächenschleifen entfernt.

Härteanforderung

Grundwerkstoff des Außenrings (HRC): ≤23,1

Laufbahn des Außenrings (HRC): 55-60

Grundwerkstoff des Innenrings (HRC): 21-27,8

Standard-Einsatzhärtetiefe ≥2 mm

HRC 18-21 für Innen- und Außenring.

Auswirkungen der Wärmebehandlung

Für die Lagerleistung ist kein spezifischer Einfluss der Wärmebehandlung angegeben.

Nach mehr als einem Jahr Betrieb wurde nur eine geringe Verformung festgestellt, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Härte die Funktion des Lagers nur minimal beeinflusst.

Tabelle 4: Kaydon im Vergleich zu LILY Bearing bei der Oberflächenhärte

LILY HRC

Kaydon HRC

Lageraufbau

Position

HRC

Lageraufbau

Position

M140

M134

M138

Innenring

Randbereich

19

Innenring

Randbereich

30

33

32

21

31

32

32

21

31

31

31

Mitte

19

Mitte

31

34

32

19

31

32

34

20

31

33

33

Außenring

Randbereich

18

Außenring

Randbereich

34

35

35

19

34

35

35

18

33

35

36

Mitte

19

Mitte

32

34

33

18

33

33

33

20

32

34

34

Abbildung zur Oberflächenhärte des Drehlagers

Abb. 1 Veranschaulichung der Oberflächenhärte des Drehlagers

Tabelle 5: Oberflächenebenheit bei LILY Bearing

Untersuchtes Bauteil eines ausgefallenen LILY Bearings

Ergebnisse

Oberflächenebenheit der Anschlussfläche des Außenrings

0,030 mm

Oberflächenebenheit der Anschlussfläche des Innenrings

0,020 mm

Kugeln

Tabelle 6: Vergleich der Wärmebehandlung von Kugeln

Wärmebehandlungsmerkmal der Kugeln / Marke

KAYDON

LILY

Spezifikation der Wärmebehandlung

Für die Kugeln des Kaydon-Lagers wird gemäß „SKF Slewing-bearing_tcm“, S. 57, ein Durchhärtungsverfahren angegeben; eine konkrete Härteanforderung wird jedoch nicht genannt.

Die Kugelhärte bei LILY Bearing liegt bei HRC 61–66 und entspricht damit den Kugeln von Kaydon.

Härteanforderung

HRC 64–65

HRC 61–66

Auswirkungen der Wärmebehandlung

Es wird kein konkreter Einfluss der Wärmebehandlung auf die Leistungsfähigkeit der Kugeln angegeben.

Ein konkreter Einfluss der Wärmebehandlung auf die Leistungsfähigkeit der Kugeln wird nicht angegeben; die Härtewerte sind jedoch mit Kaydon vergleichbar, was auf eine potenziell ähnliche Performance hindeutet.

Vergleich der Schmierfette

Kaydon

Tabelle 7: Geeignete Schmierfette für Kaydon-Drehlager

Hersteller

Innenlagerfett

BP

Energrease LS-EP 1

Castrol

HD Lithium 1

Chevron

Dura-Lith Ep 1

ExxonMobil

Mobilux Ep 1

Klüber

Klüberplex BEM 41-141

Schmierstoffe USA (FINA)

Marson EPL 1

Shell

Alvania EP 1

Texaco

Multifak EP 1

Tabelle 8: Typische Kennwerte von BP Energrease LS-EP 1 (vorbehaltlich der üblichen Fertigungstoleranzen.)

Bezeichnung

Verfahren

Einheit

LS-EP1

Aussehen

Sichtprüfung

Braun

Textur

Glatt

NL-GI-Konsistenz

1

Tropfpunkt

ASTM D2265

ºC

185

Penetration bei 25 ºC

ASTM D217

60 Hübe

dmm

325

100 000 Hübe

dmm

345

Wassergehalt

ASTM D128

Massen-%

<0,1

EMCOR-Rostschutz

IP 220

Bewertung

0

Timken oK-Last

ASTM D2509

kg

20

lb

45

Oxidationsstabilität (100 Std.)

ASTM D942

bar

0,30

Timken-Korrosion

IP112

Bewertung

Bestanden

(149 ºC, 8 Std., Kupfer/Stahl)

Viskosität des Grundöls bei 40 ºC

155

LILY

Für LILY Bearing wird das Schmierfett Nr. 2 Lithiumester (Great Wall) verwendet. LILY Bearing kann Schmierfette gemäß den Kundenanforderungen kundenspezifisch anpassen.

Tabelle 9: Typische Eigenschaften von Lithiumester Nr. 2 (Great Wall)

Position

Lithiumester Nr. 2 (Great Wall)

Aussehen

glatte Paste von hellgelber bis brauner Farbe

Anwendungsbereich

Geeignet zur Schmierung von Wälzlagern, Gleitlagern und anderen Reibstellen allgemeiner mechanischer Ausrüstungen

Technische Spezifikation

GB7324

Arbeitskegeldurchdringung 0,1 mm

280

Betriebstemperatur

-20℃~120℃

Tropfpunkt

200 °C

Erweiterte Arbeitskegeldurchdringung (100000-mal 0,1 mm)

289

Auswaschverlust in Wasser (38 ℃, 1 h) %

1,60 %

Korrosionsbeständigkeit (52 ℃, 48 h)

Stufe 1

Sichtprüfung

Wärmebehandlungsmerkmale

LILY im Vergleich zu Kaydon bei Wärmebehandlungsmerkmalen

Abb. 2 LILY im Vergleich zu Kaydon bei Wärmebehandlungsmerkmalen

Der Unterschied ergibt sich aus den unterschiedlichen Bearbeitungsverfahren der Laufbahn:

  1. Kaydon: selektive Härtung der Laufbahn nach der Endbearbeitung;

  2. LILY: abschließendes Oberflächenschleifen nach selektiver Härtung der Laufbahn, dadurch werden Behandlungsmarken entfernt.

Zahnmarkierung

Tatsächliche Markierungsfarbe der realen Lager von LILY und Kaydon-1

Abb. 3 Tatsächliche Markierungsfarbe der realen Lager von LILY und Kaydon

  1. Die Markierungen auf den Zähnen kennzeichnen Zähne mit minimalem Zahnflankenspiel. Die Farbe wird vom Lagerlieferanten festgelegt.

  2. Dies ist speziell für die Getriebemontage vorgesehen.

Position von Verschlussschraube und Schmiernippel

Position von Verschlussschraube und Schmiernippel bei den realen Lagern von LILY und Kaydon

Abb. 4 Position von Verschlussschraube und Schmiernippel bei den realen Lagern von LILY und Kaydon

  1. Die Verschlussschraube dient zum Einsetzen der Kugeln und wird anschließend wieder verschlossen.

  2. Die Position von Füllstopfen und Schmiernippel ist vom Wälzlagerhersteller abhängig; zwischen beiden besteht kein Zusammenhang, und die Gebrauchstauglichkeit wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Ritzel

Vor und nach dem Einsatz von LILYs Bearing

Abb. 5 Vor und nach dem Einsatz von LILY's Bearing

Laufbahn des Innenrings

Verschiedene Schadensbilder der Laufbahn bei Kaydon

Abb. 6 Verschiedene Schadensbilder der Laufbahn bei Kaydon (Quelle: SKF Bearing damage evaluation guide.pdf)

An der Laufbahn des Innenrings eines ausgefallenen LILY Bearings ist kein Verschleiß festzustellen.

Laufbahn des Innenrings eines ausgefallenen LILY Bearings

Abb. 7 Laufbahn des Innenrings eines ausgefallenen LILY Bearings

Laufbahn des Außenrings

Verschiedene Schadensbilder der Außenringlaufbahn bei Kaydon

Abb. 8 Verschiedene Schadensbilder der Außenringlaufbahn bei Kaydon (Quelle: SKF Bearing damage evaluation guide.pdf)

An der Laufbahn des Außenrings eines ausgefallenen LILY Bearings ist kein Verschleiß festzustellen.

Laufbahn des Außenrings eines ausgefallenen LILY Bearings

Abb. 9 Laufbahn des Außenrings eines ausgefallenen LILY Bearings

Kugeln

An den Stahlkugeln eines ausgefallenen LILY Bearings wurden weder Verschleiß, Korrosion noch Risse festgestellt.

Stahlkugeln eines ausgefallenen LILY Bearings

Abb. 10 Stahlkugeln eines ausgefallenen LILY Bearings

Größe

Sowohl Kaydon als auch LILY fertigen Drehlager mit Außendurchmessern von nur 4 Zoll bis zu 282 Zoll (10 cm bis 7,2 m).

Siehe Prüfbericht zu PN MTE-210T.

Tabelle 10: Prüfbericht zu PN MTE-210T

Position

Zeichnung

Ergebnisse (mm)

LILY

KAYDON

Außendurchmesser

Φ373,02(0~-0,3)(14.686’’-0.015)

-0,2

-0,25

Innendurchmesser des Außenrings

Φ293,19(0-0,12)(11.543’’-0.005~0)

+0,02

+0,01

Innendurchmesser

Φ210(0~-0,3)(8.268’’-0.012)

-0,25

-0,2

Außendurchmesser des Innenrings

Φ283,29(-0,12~0)(11.153’’-0.005~0)

-0,08

-0,07

Höhe des Außenrings

38±0,3 (1,496’’±0,012)

0

+0,1

Höhe des Innenrings

38±0,3 (1,496’’±0,012)

-0,055

-0,1

Montagehöhe

40±0,7 (1,575’’±0,030)

-0,04

-0,1

Rundlaufabweichung außen

0,1

0,01

0,1

Rundlaufabweichung innen

0,1

0,01

0,1

Axialspiel

0~0,017

0

0

Anzahl der Befestigungsbohrungen am Außenring

16

16

16

Befestigungsbohrungsdaten des Außenrings

5/8-11 UNC 2B

5/8-11 UNC 2B

5/8-11 UNC 2B

Teilkreisdurchmesser der Befestigungsbohrungen am Außenring

Φ335±0,25(13,19’’-0,015)

±0,1

±0,1

Anzahl der Befestigungsbohrungen im Innenring

20

20

20

Befestigungsbohrungsdaten des Innenrings

5/8-11 UNC 2B

5/8-11 UNC 2B

5/8-11 UNC 2B

Mittenkreisdurchmesser der Befestigungsbohrungen im Innenring

Φ240±0.25(9.449’’-0.015)

+0,1

+0,1

Ölbohrung im Innenring

2-1/8-27NPT

2-1/8-27NPT

2-1/8-27NPT

Zähnezahl

72

72

72

Bohrungsabstand im Innenring

65.3±0.3

-0,04

-0,1

Bohrungsabstand im Außenring

37.5±0.3

-0,06

-0,1

Rundlauf

0,15

0,04

0,05

Gemeinsame Normallänge (Zähnezahl über die Breite: 9)

132.596(-0.07~-0.14)

-0,08

-0,1

Zahnform

Fellows-Stirndruckverzahnung

Winkel

20°

Teilkreisdurchmesser

365,75 (14,4’’)

Durchmesserteilung

5/7

Zahnkopfhöhe

3,05 (0,1429’’)

Gesamte Zahnhöhe

8,17 (0,3215’’)

Zahndicke am Teilkreisdurchmesser

-0,3142/0,3067

Zugabe für das Zahnflankenspiel

-0–0,0075

Drehgenauigkeit

Axialspiel

Tabelle 11: Prüfergebnis des Axialspiels

Nr.

Muster-Marke

Prüfdauer

Prüfgegenstand

Prüfergebnis

Normen

(μm)

Prüfdaten

(μm)

1

Kaydon

Vor der statischen Axiallastprüfung

Axiales Innen-

Spiel

0~18

15

Nach der statischen Axiallastprüfung

Axiales Innen-

Spiel

/

18

2

LILY

Vor der statischen Axiallastprüfung

Axiales Innen-

Spiel

0~18

4

Nach der statischen Axiallastprüfung

Axiales Innen-

Spiel

/

6

Prüfergebnisse der Rundlaufgenauigkeit (axiales Planlaufspiel)

Tabelle 12 Prüfergebnis der Rundlaufgenauigkeit

Nr.

Muster-Marke

Prüfdauer

Prüfgegenstand

Prüfergebnis

Normen

(μm)

Prüfdaten

(μm)

1

Kaydon

Vor der statischen Axiallastprüfung

Kia

150

26

Sia

100

30

Sea

100

17

Nach der statischen Axiallastprüfung

Kia

/

40

Sia

/

45

Sea

/

30

2

LILY

Vor der statischen Axiallastprüfung

Kia

150

25

Sia

100

19

Sea

100

20

Nach der statischen Axiallastprüfung

Kia

/

20

Sia

/

20

Sia

/

12

Feldprüfung der axialen statischen Tragfähigkeiten

  1. Statisch axiale Belastung Die statische Axiallastprüfung des Schwenklagers MTE-210T von LILY wurde am 10. Mai im Shanghai Bearing Technology Research Institute durchgeführt, einem führenden unabhängigen Prüfinstitut der Wälzlagerindustrie in China;

  2. Bei beiden Lagersamples von LILY und Kaydon wurde eine Axiallast von 3 Tonnen aufgebracht.

Prüfmethoden

  1. Erstprüfung:
    Führen Sie zunächst eine Erstprüfung der Probe in Bezug auf folgende Merkmale durch: Innendurchmesser, Laufgenauigkeit (Planlauf des Innenrings, Rundlauf des Innenrings, Planlauf des Außenrings) sowie Axialspiel.

Erstprüfung

Abb. 11 Erstprüfung

  1. Axialer statischer Belastungstest:

Die Probe auf dem Prüfstand befestigen, zunächst 3 Minuten lang mit 1 kN vorbelasten, die Anzeige auf Null stellen, anschließend die Last mit 0,2 kN/s auf 20 kN erhöhen, 3 Minuten halten, die Gesamtverformung erfassen und schließlich mit derselben Rate wieder auf 1 kN absenken, um die bleibende Verformung zu messen.

Erfassung des numerischen Rückprallwerts

Abb. 12 Erfassung des numerischen Rückprallwerts

  1. Nachprüfung der Probe:
    Nach Abschluss des axialen statischen Belastungstests ist die Probe erneut zu prüfen, und zwar hinsichtlich Innendurchmesser, Rundlaufgenauigkeit (Planlauf des Innenrings, Rundlauf des Innenrings, Planlauf des Außenrings) sowie Axialspiel.

Nachprüfung der Probe

Abb. 13 Nachprüfung der Probe

  1. Vergleich der Ergebnisse des axialen statischen Belastungstests

Tabelle 13 Ergebnisse des axialen statischen Belastungstests

Muster-Marke

Vorspannung (kN)

Nennlast (kN)

Gesamtverformung

(mm)

Bleibende Verformung (mm)

Kaydon

1.5

30

0.103

0.008

LILY

1.5

30

0,076

0,006

  1. Demontageprüfung

(1) Die Kaydon-Musterprobe wurde nicht gemäß den Vorgaben des Kunden demontiert;

(2) Die LILY-Musterprobe wurde demontiert; bei der Sichtprüfung wurden im Laufbahnprofil entlang der Umfangsrichtung einige bogenförmige Spuren festgestellt.

Vergleich der Axialkraft- und Momentkurven zwischen Kaydon und LILY

Die von den Lagern von LILY und Kaydon dargestellten Kurven stimmen nahezu überein (für LILY ist eine Umkehr des Koordinatensystems erforderlich).

Axialkraft- und Momentkurve von Kaydon

Abb. 14 Axialkraft- und Momentkurve von Kaydon

LILY AXIALKRAFT- UND MOMENTKURVE

Abb. 15 Axialkraft- und Momentkurve von LILY

Anmerkung: 1. Die Kurve für das LILY-Lager wurde mit der Software „SlewBrg V3.0“ erstellt;

  1. Die Kurve für das Kaydon-Lager ist im Kaydon-Katalog auf Seite 70 zu finden: „Kaydon _Catlog_390.pdf“;

  2. Weitere Informationen dazu, wie LILY die Axialkraft- und Momentkurve erstellt, finden Sie in „Establishment of MTE-210T LILY slew bearing loading curve.pdf“.

Fazit

Die vergleichende Analyse zwischen den LILY- und Kaydon-Drehverbindungen konzentriert sich auf mehrere wesentliche Aspekte, darunter Werkstoff, Wärmebehandlung, mechanische Eigenschaften und Tragverhalten unter Last.

Der Werkstoff von LILY weist einen höheren Kohlenstoffgehalt auf, was in der Regel zu höherer Härte und besserer Verschleißfestigkeit führt und damit die Tragfähigkeit verbessert.

Der Schmierfetteinsatz von LILY kann an die Anforderungen des Kunden angepasst werden.

Sowohl die Drehverbindungen von Kaydon als auch die von LILY haben unter Last ein vergleichbares Verhalten gezeigt.

Die Auswahl sollte auf den spezifischen Anforderungen der Anwendung basieren, einschließlich Festigkeit, Verschleißfestigkeit und Temperaturbeständigkeit.

Regelmäßige Wartung und die konsequente Einhaltung bewährter Verfahren tragen dazu bei, die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Lager sicherzustellen.