SKF verlagert die Produktion nach Mexiko

SKF AB hat angekündigt, die Schließung seines Werks für Radnabenlagereinheiten in Glasgow, Kentucky, zu beschleunigen.

Bereits zu Jahresbeginn bestätigte SKF Pläne, die Produktion von Radlagern für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in das Werk im mexikanischen Puebla zu verlagern.

Das Unternehmen hat zudem weitere 73 Millionen US-Dollar für den Ausbau der Aktivitäten in Puebla zugesagt und bekräftigt damit seine Strategie, die Produktion in kostenwettbewerbsfähigen Regionen zu bündeln.

Hintergrund der Schließung

In einer Stellungnahme erklärte George Dettloff, Präsident und CEO von SKF USA: „Die US-amerikanische Automobilindustrie befindet sich weiterhin aufgrund eines schwachen Marktes in einem Umstrukturierungsprozess, wodurch der Druck auf Unternehmen, die diesen Bereich beliefern, steigt, ihre Profitabilität zu sichern. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, hat SKF entschieden, seine in Nordamerika angesiedelten Fertigungsaktivitäten für den Automobilmarkt zu bündeln.“

Ursprünglich war für das Werk in Glasgow eine 24-monatige Auslaufphase vorgesehen; der Transfer von Werkzeugen und Anlagen sollte bis Ende 2009 abgeschlossen sein.

Der Zeitplan wurde jedoch um mindestens sechs Monate vorgezogen, sodass der Standort nun bereits bis Juli 2009 vollständig geschlossen wird.

Rückläufige Nachfrage in der US-Automobilindustrie

Nach Angaben von SKF-CEO Tore Bertilsson war die Entscheidung auf die sinkende Nachfrage der US-Automobilhersteller zurückzuführen. Viele der in Glasgow gefertigten Naben wurden in Fahrzeugmodellen mit schwachen Verkaufszahlen eingesetzt, wodurch die Produktion unter den derzeitigen Marktbedingungen nicht mehr tragfähig war.

Ende der Produktion von Radnabenlagereinheiten in den USA

Nach der Schließung des Werks in Glasgow wird SKF in den Vereinigten Staaten keine Radnabenlagereinheiten mehr fertigen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass SKF die Produktion bündelt. Bereits 2005 schloss das Unternehmen sein Werk für Nabenmontage in Aiken, South Carolina, das erst acht Jahre in Betrieb gewesen war und die Branche damals überraschte.