Kundenbeschwerden wegen zu hoher Geräuschentwicklung Ihrer Anlagen? Produktionskosten 40 % über dem Budget?

Die Entscheidung zwischen Schrägverzahnung und Geradverzahnung beeinflusst nahezu alle Aspekte – von der Leistungsfähigkeit bis zur Wirtschaftlichkeit.

Dieser Leitfaden stellt einen direkten Vergleich bereit und unterstützt Sie bei der richtigen Auswahl.

Für wen dieser Leitfaden gedacht ist
  • Konstrukteure— Auslegung von Zahnrädern für neue Projekte
  • Instandhaltungsteams— Bewertung von Ersatzlösungen
  • Einkaufsspezialisten— Vergleich von Kosten und Leistung

Kurzüberblick: Geradverzahnung und Schrägverzahnung

Geradverzahnte Räderverfügen über gerade, zur Achse parallel verlaufende Zähne.

Sie eignen sich besonders für Anwendungen mit moderaten Drehzahlen (<1000 RPM), bei denen Wirtschaftlichkeit und ein maximaler Wirkungsgrad (98-99,5 %) im Vordergrund stehen. Bei höheren Drehzahlen verursachen sie jedoch deutlich mehr Geräusche und Schwingungen.

Kurzübersicht über Geradverzahnung und Schrägverzahnung

Schrägverzahnte Räderverwenden schräg gestellte Zähne (15–30° Schrägungswinkel) für einen stufenweisen Zahneingriff.

Sie spielen ihre Stärken in Hochdrehzahlanwendungen oberhalb von 1000 RPM aus.

Zu den wesentlichen Vorteilen zählen der ruhige Lauf und eine um 50 % höhere Tragfähigkeit als bei Geradverzahnungen. Allerdings liegen die Kosten um 30–40 % höher, und es werden Axiallager benötigt.

Wesentliche Unterschiede: Zahngeometrie

Geradverzahnung: Gerade Zähne

Aufbau: Die Zähne verlaufen parallel zur Zahnradachse und bilden eine einfache zylindrische Geometrie

Kontaktmechanismus: Linienkontakt über die gesamte Zahnflanke. Alle Zähne greifen gleichzeitig ein, wodurch es zu einem unmittelbaren Stoß- und Schockeintrag kommt.

Geradverzahnung-1

Das zentrale konstruktive Prinzip:

Der gleichzeitige Zahneingriff führt zu einem niedrigen Überdeckungsgrad (etwa 1,2 bis 1,6). Dadurch tragen zu jedem Zeitpunkt nur wenige Zähne die Last. Genau darin liegt die Ursache für die höheren Stoßbelastungen und die typischen Geräusche bei hohen Drehzahlen. Dieses Prinzip ist zugleich die maßgebliche Begrenzung für Tragfähigkeit und akustisches Verhalten.

Leistungsmerkmale:

  • Maximale Leistungsübertragungseffizienz durch reinen Wälzkontakt

  • Ein besonders einfacher Fertigungsprozess senkt die Produktionskosten

  • Stoßartige Belastung führt bei höheren Drehzahlen zu Vibrationen und Geräuschen

  • Ausreichende Festigkeit für Anwendungen mit stationärer, mittlerer Belastung

  • Nur Radialkräfte — keine Axialkräfte auf die Lager

Typische Einsatzbereiche:

Kostensensible Anwendungen, niedrige bis mittlere Drehzahlen, geringe Anforderungen an die Wartung

Schrägverzahnte Zahnräder: geneigte Zähne

Aufbau: Die Zähne sind in einem Schrägungswinkel ausgeführt (typischerweise 15–30°) und bilden eine spiralförmige Struktur um den Zahnradkörper.

Kontaktmechanismus: Punktkontakt, der sich diagonal über die Zahnflanke verlagert. Der Eingriff erfolgt schrittweise; dabei stehen 2 bis 3 Zähne gleichzeitig im Eingriff und nehmen die Last allmählich auf.

Schrägverzahnte Zahnräder

Das zentrale konstruktive Prinzip:

Der allmähliche, überlappende Eingriff sorgt für ein hohes Überdeckungsverhältnis, das oft über 2,0 liegt. Zu jedem Zeitpunkt stehen mehrere Zähne im Kontakt und teilen sich die Last. Darin liegen die Ursache für den besonders ruhigen Lauf, den geringen Geräuschpegel und die deutlich höhere Tragfähigkeit.

Leistungsmerkmale:

  • Die gleichmäßige Leistungsübertragung vermeidet Stoßbelastungen

  • Höhere Tragfähigkeit durch Verteilung der Belastung auf mehrere Zähne

  • Geringerer Verschleiß und längere Lebensdauer durch den schrittweisen Eingriff

  • Erzeugt Axialkräfte und erfordert Axiallager bzw. entsprechende Lagersysteme

  • Die aufwendigere Fertigung erhöht die Produktionskosten

Typische Einsatzbereiche: Hochgeschwindigkeitsanwendungen, geräuschsensible Umgebungen, hohe Lastanforderungen, Premiumprodukte

Leistungsvergleich

Tragfähigkeit (Zahnfestigkeit)

Vorteil: Schrägverzahnte Räder

  • Durch das hohe Überdeckungsverhältnis (2,0+) infolge des allmählichen Zahneingriffs tragen mehrere Zähne gleichzeitig die Last. Dadurch verteilt sich die Spannung gleichmäßiger.

  • Dies reduziert lokale Spannungen, Stoßbelastungen und den Verschleiß einzelner Zähne.

  • Ergebnis: Bei gleicher Baugröße rund 50 % höhere Tragfähigkeit, ideal für Hochleistungsanwendungen mit hoher Einschaltdauer.

Aufbau schrägverzahnter Räder

Stirnräder

  • Linienkontakt mit geringerem Überdeckungsverhältnis (1,2–1,6).

  • Unter hohen oder wechselnden Lasten anfälliger für Stoßspannungen und Ermüdung.

  • Ergebnis: Standard-Tragfähigkeit. Für viele Anwendungen mit stationärer Betriebsweise und mittleren Lasten vollkommen ausreichend.

Axialkräfte (Einfluss auf Lager und Gehäuse)

Vorteil: Stirnräder

Schrägverzahnte Räder:

Der Schrägungswinkel erzeugt eine erhebliche axiale Kraft entlang derWelle. Dies ist der direkte Kompromiss für ruhigen Lauf und hohe Tragfähigkeit.

Diese Axialkraft macht den Einsatz von Axiallagern erforderlich, etwaSchrägkugellagernoderKegelrollenlagern. Infolgedessen steigen die Lagerkosten um 30–50 %, und das System erfordert robustere, steifere Gehäuse.

Stirnräder:
Erzeugen ausschließlich radiale Belastungen und ermöglichen damit einfache, kostengünstige Radiallager sowie weniger komplexe Gehäusekonstruktionen.

Stirnräder 2-1

Axialkraft: Der entscheidende Auslegungsfaktor bei Schrägverzahnungen

Die Axialkraft zählt zu den wesentlichen Unterschieden zwischen Anwendungen mit Stirnrad- und Schrägverzahnung. Da die Zähne bei Schrägverzahnungen schräg verlaufen, entsteht im Zahneingriff eine Kraft in Richtung der Wellenachse. Diese Kraft muss von den tragenden Lagern, der Wellenanordnung, dem Gehäuse und dem Montagekonzept aufgenommen werden.

Für eine OEM-Anfrage sollten Sie die Wellenanordnung, die Lagerung, den verfügbaren Bauraum, die Drehrichtung, die Angaben zum Gegenrad sowie eventuelle Einschränkungen der Axiallast angeben. So kann der Lieferant besser beurteilen, ob das Konzept der Schrägverzahnung zum System passt und welche Punkte einer konstruktiven Prüfung bedürfen.

Bei einigen Ausführungen werden Doppel-Schrägverzahnungen oder Fischgrätenverzahnungen zur Auslegung eines ausgeglichenen Axialkraftverlaufs diskutiert; Verfügbarkeit und Eignung sollten jedoch im Rahmen der Konstruktion geprüft werden.

Wellenflexibilität

  • Stirnräder: Nur parallele Wellen

  • Schrägverzahnungen: Parallele oder gekreuzte Wellen (0–90°)

  • Konstruktiver Vorteil: Schrägverzahnungen bieten in beengten Bauräumen mehr Flexibilität, da sie auch anspruchsvollere Wellenanordnungen zulassen.

Wirkungsgrad

Vorteil: Stirnräder

  • Stirnräder: 98–99,5 % Wirkungsgrad durch minimale Gleitanteile – nahezu reiner Wälzkontakt

  • Schrägverzahnungen: 96–98 % Wirkungsgrad, bedingt durch Gleitreibung infolge der schräg stehenden Zähne

  • Kostenauswirkung: Bei einem 50-kW-Motor mit 8 Betriebsstunden pro Tag verursacht der Wirkungsgradunterschied von 1,5 % jährliche Stromkosten von rund 200–280 US-Dollar. Über 10 Jahre entspricht das zusätzlichen Energiekosten von 2.000–2.800 US-Dollar.*Basierend auf einem durchschnittlichen industriellen Strompreis von 0,14 US-Dollar/kWh.*

Geräuschentwicklung und Laufruhe

Vorteil: Schrägverzahnte Räder

  • Stirnräder: Der abrupte Zahneingriff erzeugt bei hohen Drehzahlen (>1000 RPM) Geräusche und Vibrationen, typischerweise 85–95+ dB

  • Schrägverzahnungen: Der allmähliche Zahneingriff sorgt auch oberhalb von 3000 RPM für einen ruhigen, geräuscharmen Betrieb, typischerweise 65–78 dB

Konstruktions- und Fertigungsaspekte

Fertigung und Kosten

Stirnräder

  • Einfaches 2D-Zerspanungsverfahren (Bewegung über zwei Achsen)

  • Kurze Fertigungszeiten, einfache Prüfung

  • Niedrige Kostenbasis

Schrägverzahnte Zahnräder

  • Komplexe 3D-Zerspanung mit Bewegung über drei Achsen

  • Spezialwerkzeuge mit Schrägungswinkel

  • Längere Rüst- und Fertigungszeiten

  • Gesamtsystemkosten: 30-40% höher (einschließlich Zahnräder, Axiallager, verstärktem Gehäuse und Montage)

Bauraum und Montage

Stirnräder

  • Kompakte Bauweise, minimaler axialer Bauraumbedarf

  • Einfache Ausrichtung und Montage

  • Flexible axiale Positionierung

Schrägverzahnte Zahnräder

  • Zusätzlicher axialer Bauraum erforderlich fürAxiallager(15-25% mehr)

  • Hohe Präzision für korrektes Eingriffsspiel erforderlich

  • Aufwendigere Montageabläufe

Detaillierte Vergleichstabelle

Merkmal

Schrägverzahnte Zahnräder

Stirnräder

Zahnprofil

Schräg (15°–30°), allmählicher Eingriff

Geradlinig, parallel, unmittelbarer Eingriff

Tragfähigkeit

✅ Höher (ca. 50 % mehr)

Standard

Wirkungsgrad

96–98 %

✅ 98–99,5 %

Geräuschentwicklung und Laufruhe

✅ Leise, laufruhig über 3000 RPM

Laut oberhalb von 1000 RPM

Axialkräfte

Erzeugt Axialkraft → erfordert Lager

✅ Nur radiale Belastungen

Wellenflexibilität

Parallel oder gekreuzt (0–90°)

✅ Nur parallel

Fertigung / Kosten

Komplexer → höhere Kosten

✅ Einfach → geringere Kosten

Bauraumbedarf

Benötigt axialen Bauraum für Lager

✅ Kompakt

Stirnrad- vs. Schrägverzahnungen: Auswahlhilfe

Stirnräder eignen sich, wenn:

Betriebsbedingungen:

  • Drehzahl <1000 U/min (Geräuschentwicklung unkritisch)

  • Mäßige, gleichmäßige Lasten

  • Parallele Wellenanordnung

Prioritäten:

  • Niedrigste Kosten (30–40 % günstiger als Schrägverzahnungen)

  • Maximale Wirkungsgradanforderung (98 % und mehr)

  • Einfache Konstruktion und Wartung

  • Begrenzter Axialbauraum

Geeignete Anwendungen:

  • Förderanlagen und Materialumschlag

  • Handschaltgetriebe und Getriebe

  • Haushaltsgeräte (Waschmaschinen, Mixer)

  • Verpackungsmaschinen

  • Industrieanlagen mit niedriger Drehzahl

  • Landwirtschaftliche Maschinen (Futtermischwagen, Förderschnecken)

Einen vertieften Überblick über Stirnradtypen, Werkstoffe und Nabenbauformen finden Sie unterWas sind Stirnräder?

Wählen Sie Schrägzahnräder, wenn:

Betriebsbedingungen:

  • Drehzahl >1000 RPM (die Geräuschentwicklung wird kritisch)

  • Hohe oder wechselnde Lasten

  • Gegebenenfalls ist eine gekreuzte Wellenanordnung erforderlich

Prioritäten:

  • Geräuscharmer Betrieb ist zwingend erforderlich (<75 dB)

  • Hohe Tragfähigkeit erforderlich

  • Gleichmäßiger Lauf ist entscheidend

  • Eine lange Lebensdauer rechtfertigt die höheren Kosten

  • Positionierung als Premiumprodukt

Geeignete Anwendungen:

  • Getriebe im Automobilbereich

  • CNC-Werkzeugmaschinen und Industrieroboter

  • Aufzüge und Fahrtreppen

  • HLK-Systeme (Wohn- und Gewerbebereich)

  • Medizinische Geräte (geräuschempfindlich)

  • Hochgeschwindigkeits-Förderanlagen

  • Getriebe für die Luft- und Raumfahrt

Schnelle Entscheidungsregel und Checkliste

Einfaches Schema zur Auswahl zwischen Schrägzahn- und Stirnrädern:

  • Drehzahl <1000 RPM + knappes Budget → Stirnräder

  • Drehzahl >1000 RPM + Geräuscharmut entscheidend → Schrägverzahnte Räder

  • Hohe Last + kein Platz für Axiallager → Doppel-Schrägverzahnte Räder in Betracht ziehen

Merkmal

Geradverzahntes Zahnrad

Schrägverzahntes Zahnrad

Budget

✅ Knappes Budget

❌ Höhere Kosten sind akzeptabel

Drehzahl

✅ <1000 RPM

✅ >1000 RPM

Geräuschempfindlich

❌ Nicht kritisch

✅ Muss geräuscharm sein

Lastanforderung

Mittel

✅ Hoch

Axialer Bauraum

✅ Kompakte Bauweise erforderlich

❌ Platz für Axiallager vorhanden

Wartung

✅ Einfache Ausführung bevorzugt

Komplexe Ausführung ebenfalls möglich

Bewertung: Wenn in einer Spalte 4 oder mehr Häkchen erreicht werden, ist dieser Getriebetyp voraussichtlich die beste Wahl

Fertigung und Aspekte kundenspezifischer Zahnräder

LILY unterstützt die industrielle Fertigung kundenspezifischer Zahnräder für OEM-Abnehmer, einschließlich kundenspezifischer Stirnräder und Schrägzahnräder. Grundlage sind Zeichnungsprüfung, Zahnradausführung, Werkstoff, Prozesskette, Prüfumfang und Auftragsanforderungen.

Bei Projekten mit Stirn- und Schrägzahnrädern können Einkäufer – sofern für die Anfrage relevant – auch Ritzel, Innenzahnräder, Verbundräder, Zahnrohlinge, Zahnstangen, Schrägwellen, links- und rechtssteigende Schrägzahnräder, Schrägzahnradpaarungen mit parallelen oder sich kreuzenden Achsen, eingreifende Schrägzahnräder, Feinzahnräder, Edelstahlzahnräder, Kunststoffzahnräder sowie kundenspezifische Zahnradbaugruppen abstimmen.

Die Fertigungsprüfung kann die Rohlingvorbereitung, CNC-Drehen, Bohrungsbearbeitung, Passfedernut- oder Verzahnungsprofile, Befestigungsbohrungen, Wälzfräsen, Stoßen, Fräsen, Schaben, Schleifen, Honen, Räumen, Drahterodieren für Sonderzahnformen, Wärmebehandlung, Oberflächenbehandlung sowie die Prüfplanung umfassen.

Die Prozesskette richtet sich nach Zahnradausführung, Werkstoff, Größe, Stückzahl, geforderter Genauigkeit, Wärmebehandlung, Endbearbeitungsanforderungen und Prüfumfang.

Was in einer Anfrage für kundenspezifische Stirn- oder Schrägzahnräder enthalten sein sollte

Eine aussagekräftige Anfrage für kundenspezifische Zahnräder sollte dem Lieferanten sowohl die Zahnradausführung als auch die Anwendung bewerten lassen. Anzugeben sind:

  • Zahnradausführung: Stirnrad oder Schrägzahnrad

  • Geprüfte 2D-Zeichnung, sofern vorhanden

  • CAD-Datei, Referenzfotos oder physisches Muster als ergänzende Unterlagen

  • Modul oder DP / Diametral Pitch

  • Eingriffswinkel

  • Zähnezahl

  • Schrägungswinkel bei Schrägzahnrädern

  • Zahnbreite

  • Außendurchmesser, Innendurchmesser und Bohrung

  • Passfedernut, Verzahnung, Nabe, Welle, Gewindestift, Lagersitz, Befestigungsbohrungen, axiale Ausführung und Montageart

  • Angaben zum Gegenrad oder zur Baugruppe

  • Wellenanordnung und Aufnahme der Axialkräfte bei Schrägverzahnungen

  • Anforderungen an das Material oder verwendetes Bestandsmaterial

  • Vorgaben zur Wärmebehandlung und Härte, sofern bekannt

  • Anforderungen an Oberflächenbehandlung, Korrosionsschutz, Sauberkeit oder Verpackung

  • Last, Drehmoment, Drehzahl, Lastkollektiv, Drehrichtung, Spiel, Geräuschziel, Schmierung, Temperatur, Verunreinigungen, Korrosionsbelastung und Bauraumbegrenzungen

  • Stückzahl, Prototypen-, Vorserien- oder Serienstatus, gegebenenfalls Jahresbedarf sowie gewünschter Liefertermin

  • Erforderliche Prüfunterlagen

LILY kann kundenspezifische Getriebeprojekte auf Basis von Zeichnungen und physischen Mustern prüfen. CAD-Dateien und Fotos unterstützen die technische Bewertung. Das finale Angebot und der Produktionsumfang sollten im Rahmen der RFQ bestätigt werden, insbesondere wenn nur unvollständige Angaben vorliegen oder das Muster verschlissen ist.

Qualitätsdokumente für kundenspezifische Stirn- und Schrägverzahnungen

Die Anforderungen an Qualitätsdokumente sollten bereits im Rahmen der RFQ festgelegt werden. Prüfberichte, FAI, PPAP, COC, Rückverfolgbarkeitsnachweise und weitere Qualitätsunterlagen sind auftragsbezogen. Einkäufer sollten die benötigten Dokumente in der RFQ definieren, damit Prüfplan, Berichtsumfang, Dokumentenformat, Terminierung und Kostenwirkung vor Produktionsfreigabe abgestimmt werden können.

Dokument oder Nachweis

Wann dies zu besprechen ist

Werkstoffzeugnis

Wenn Werkstoffgüte, Herkunft oder projektspezifische Rückverfolgbarkeit zu dokumentieren sind

Maßprüfbericht

Wenn kritische Abmessungen, Bohrung, Passfedernut, Außendurchmesser, Breite oder Montagemerkmale mit dokumentierten Prüfergebnissen erfasst werden müssen

Verzahnungsprüfbericht

Wenn Zahngeometrie, Rundlauf, Zahnprofil, Schrägung, Teilung oder verzahnungsspezifische Prüfdaten erforderlich sind

Wärmebehandlungsbericht / Härteprüfbericht

Wenn Härten, Einsatzhärten, Nitrieren, Anlassen oder Härtevorgaben die Abnahme beeinflussen

Bericht zur Oberflächenbehandlung

Wenn Beschichtung, Galvanisierung, Passivierung, Schwarzoxid oder Korrosionsschutz zu dokumentieren sind

FAI / Erstmusterprüfung

Wenn vor der Serienfertigung eine Erstmusterfreigabe erforderlich ist

PPAP

Wenn dies vom Kunden gefordert und für das Projekt relevant ist

COC / Konformitätsbescheinigung

Wenn dies vom Kunden gefordert und im Rahmen der RFQ bestätigt wurde

Rückverfolgbarkeitsnachweise

Wenn das Projekt eine Rückverfolgbarkeit von Chargen, Werkstoffen, Prozessen oder Prüfungen erfordert

Für geeignete Projekte kann LILY die Präzisionsverzahnung bis Klasse 4 bzw. auf Hochpräzisionsniveau prüfen – vorbehaltlich Zeichnungsprüfung, Verzahnungsart, Fertigungsroute und auftragsbezogener Prüfvorgaben. Klasse 4 ist stets im konkreten Projektkontext zu bewerten und sollte nicht als Standard für jedes kundenspezifische Stirnrad oder Schrägverzahnungsrad verstanden werden.

Wo LILY bei kundenspezifischen Stirnrad- und Schrägverzahnungsprojekten unterstützt

LILY kann kundenspezifische Stirnrad- und Schrägverzahnungsprojekte anhand von Zeichnungen, physischen Mustern, Modul bzw. DP, Eingriffswinkel, Zähnezahl, Bohrung, Passfedernut, Befestigungsaufbau, Betriebsbedingungen, Stückzahl und Dokumentationsanforderungen prüfen.

LILY Bearing wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Shanghai, China. Das Unternehmen liefert Präzisionswälzlager und dazugehörige Industriekomponenten, einschließlich Zahnräder. LILY Bearing arbeitet auf Unternehmensebene nach Qualitätsmanagementsystemen wie ISO 9001, AS9100 und IATF 16949. Bei einem konkreten Auftrag für kundenspezifische Stirnrad- oder Schrägverzahnungsräder sollten Käufer die anwendbare Dokumentation, den Prüfumfang und die projektspezifischen Qualitätsanforderungen im Rahmen der RFQ abstimmen.

Finden Sie die passende Zahnradlösung

Die Entscheidung zwischen Schrägverzahnung und Stirnverzahnung hängt von den spezifischen Anforderungen Ihrer Anwendung ab.

Stirnräder bieten eine einfache Konstruktion, hohe Wirkungsgrade und Wirtschaftlichkeit für eine unkomplizierte Kraftübertragung bei mittleren Drehzahlen.

Schrägzahnräder überzeugen durch besonders ruhigen Lauf, geringe Geräuschentwicklung und höhere Tragfähigkeit in anspruchsvollen Hochgeschwindigkeitsanwendungen.

Bei der Wahl zwischen Schrägverzahnung und Stirnverzahnung sollten Sie Ihre tatsächlichen Anforderungen – Drehzahl, Last, Geräuschentwicklung und Budget – höher gewichten als maximale Leistungswerte.

Senden Sie bitte Ihre Zeichnung, ein physisches Muster, die Verzahnungsart, Modul oder DP, Eingriffswinkel, Zähnezahl, bei Bedarf den Schrägungswinkel, Angaben zu Bohrung und Passfedernut, die Einsatzbedingungen, Stückzahlen sowie die erforderlichen Prüfunterlagen.LILY kann den Projektumfang prüfenund die Fertigungsoptionen auf Grundlage der Zeichnung und der Bestellanforderungen erläutern.

FAQ

Was ist besser: Stirnräder oder Schrägverzahnungen?

Eine pauschal bessere Lösung gibt es nicht. Stirnräder sind konstruktiv einfacher und wirtschaftlicher, während Schrägverzahnungen ruhiger und leiser laufen und höhere Lasten übertragen können. Die Auswahl sollte sich nach Drehzahl, Geräuschanforderungen, Last und Budget Ihres Systems richten.

Was ist der Hauptnachteil von Schrägverzahnungen?

Schrägverzahnungen sind kostenintensiver und erzeugen Axialkräfte, sodass Axiallager und ein robusteres Gehäuse erforderlich sind.

Übertragen Schrägverzahnungen mehr Leistung?

Ja. Schrägverzahnungen können aufgrund des schrittweisen Eingriffs und der Lastverteilung auf mehrere Zähne rund 50 % mehr Leistung übertragen als Stirnräder.

Kann ich Stirnräder direkt durch Schrägverzahnungen ersetzen?

In der Regel nicht. Schrägverzahnungen erzeugen Axialkräfte und erfordern Axiallager, ein verstärktes Gehäuse sowie eine präzise Ausrichtung. Daher ist meist eine konstruktive Anpassung des Systems erforderlich, statt eines direkten Austauschs.

Welche Angaben sollte ich in einer RFQ für kundenspezifische Stirn- oder Schrägverzahnungen machen?

Senden Sie Zeichnungen oder Muster, die Verzahnungsart, Modul oder DP, Eingriffswinkel, Zähnezahl, bei Schrägverzahnungen den Schrägungswinkel, Angaben zu Bohrung und Passfedernut, Werkstoff, Einsatzbedingungen, Menge sowie die erforderlichen Unterlagen.

Welche Qualitätsunterlagen sollten OEM-Einkäufer für kundenspezifische Zahnräder anfordern?

Je nach Bestellung können Materialzertifikate, Maßprüfberichte, Verzahnungsprüfberichte, Berichte zur Wärmebehandlung, Härteprüfberichte, Oberflächenbehandlungsberichte, FAI, PPAP, COC sowie Rückverfolgbarkeit als auftragsspezifische Anforderungen vereinbart werden.