Anhand von Wind- und Gezeitenkraftanlagen wird die Korrosionsprävention bei Lagern erläutert
Wind- und Gezeitenenergie rücken als Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien weltweit zunehmend in den Fokus, da sie umweltfreundlich sind, über breit verfügbare Ressourcen verfügen, ein hohes Entwicklungspotenzial bieten und nachhaltig genutzt werden können.
Angesichts der komplexen Einsatzbedingungen – etwa Wind, Regen, Gewitter, Blitzschlag, Sand, Staub und Salzsprühnebel im Außenbereich oder sogar den direkten Kontakt mit Meerwasser – werden deutlich höhere Anforderungen an den Korrosionsschutz von Lagern gestellt.
Werkstoffbasierte Korrosionsschutzlösungen für Lager
LILY Bearing hat auf Grundlage praktischer Fertigungserfahrung und der wichtigsten Kundenanforderungen die folgenden Konzepte zum Korrosionsschutz von Lagern zusammengefasst:
Korrosionsschutzlösung für Standardlager – Fertigung von Lagern aus korrosionsbeständigen Werkstoffen
Früher wurden bei Standardlagern mit Korrosionsschutzanforderungen die Werkstoffe in der Regel entsprechend angepasst, und Edelstahllager, Keramiklagersowie Kunststofflager und ähnliche Ausführungen empfohlen.
Keramik- und Kunststofflager sind jedoch werkstoffbedingt in ihrem Produktspektrum und ihrer Tragfähigkeit begrenzt. Daher eignen sich Lager an bestimmten Stellen von Wind- und Gezeitenkraftanlagen für diese Auswahl nicht;
Edelstahllager können Korrosion bis zu einem gewissen Grad verhindern. Für Windkraftanlagen, die in Gezeitenkraftanlagen und anderen Anwendungen über längere Zeit Meerwasser ausgesetzt sind oder in maritimer Atmosphäre betrieben werden, ist jedoch bei Bedarf weiterhin eine zusätzliche Korrosionsbehandlung erforderlich.


Korrosionsschutz-Beschichtungslösung
Es wird eine „hochwirksame Korrosionsschutzbeschichtung“ eingesetzt, bestehend aus Grundierung, Zwischenbeschichtung und Decklack für einen mehrschichtigen, gegenseitig verstärkenden Schutz. Sie wird vor allem bei außenliegenden Lagern verwendet, etwa bei Gierlagern in Windkraftanlagen.
Diese Lösung kann auch in gewissem Umfang für unterwasserbetriebene Gezeitenkraftprojekte eingesetzt werden. Bei Lagern mit Gehäuseschutz kann der Einsatz des Decklacks je nach tatsächlicher Situation reduziert werden.
Zu Beschichtung und zugehöriger Standzeit siehe unten:



Lösung mit Fremdstrom-Kathodenschutz
Bei Gezeitenkraftanlagen in größerer Tiefe unter Wasser ist der Korrosionsschutz im maritimen Umfeld aufgrund des langfristigen Kontakts mit Meerwasser deutlich anspruchsvoller.
Beim Fremdstromverfahren wird das zu schützende Lager mit dem Minuspol der Stromquelle verbunden; der Pluspol wird über ein leitfähiges, inertes Material angeschlossen.
Nach dem Einschalten der Stromversorgung kommt es an der Oberfläche des geschützten Lagers zu einer Anreicherung negativer Ladungen (Elektronen). Dadurch wird die Elektronenabgabe des Lagerwerkstoffs unterdrückt. Diese Lösung eignet sich auch für andere Arbeitsumgebungen mit starker Korrosionsbelastung.

Lösung zur Verzinkung
Die Verzinkung ist ein elektrolytisches Verfahren, bei dem eine metallische Zinkschicht auf der Lageroberfläche abgeschieden wird. Die galvanische Behandlung verbessert das Erscheinungsbild des Lagers und bietet Schutz gegen mittlere Korrosion sowie Verschleiß widerstehen.
Da der Herstellungsprozess jedoch Umweltbelastungen verursacht und sowohl die Umwelt als auch das Personal beeinträchtigen kann, sind Produktion und Auswahl durch Zeit- und Kostenvorgaben begrenzt.

Thermisches Zinkspritzen
Mit Druckluft werden geschmolzene Zinkpartikel auf die Lageroberfläche aufgebracht, sodass eine wabenförmige Zinkspritzbeschichtung entsteht. Dieses Verfahren bietet ebenfalls einen langfristigen Korrosionsschutz.
Es eignet sich für Produkte, die nicht über längere Zeit korrosiven Flüssigkeiten ausgesetzt sind, beispielsweise Pitchlager in Windenergieanlagen.


Lackieren
Beim Lackieren wird ein Lack auf die Lageroberfläche aufgesprüht, um das Erscheinungsbild zu verändern und einen kurzfristigen Schutz zu erzielen. Lackierte Lager werden vor allem in Außenanwendungen eingesetzt, die gelegentlich mit Regenwasser in Berührung kommen. In der Regel ist nach ein bis zwei Jahren eine erneute Beschichtung erforderlich, um die Schutzwirkung zu verlängern.


Rostschutzfett auftragen
Auftragen von Korrosionsschutzfettist ein Verfahren zum kurzfristigen Schutz von Wälzlagern und wird vor allem als Maßnahme zur vorübergehenden Rostschutzbehandlung während Transport, Bearbeitung und Montage von Wälzlagern eingesetzt. Das Innere des Lagerdichtung wird durch Fett geschützt.

Fazit
Für eine projektspezifischere Auslegung des Korrosionsschutzes wenden Sie sich bitte an uns..
LILY Bearing verfügt über 20 Jahre Erfahrung und bietet Ihnen auf Basis Ihrer spezifischen Betriebsbedingungen die jeweils passende Lösung.






