Für industrielle Einkäufer in Nordamerika ist bei der Wahl zwischen Zoll- und Metrikausführung in der Regel die sichere Lösung Zahnrädern meist das System, das bereits in der Anlage, bei den Gegenrädern, in den Zeichnungen, im Prüfstandard und im Ersatzteilprogramm verwendet wird.

Zahnräder in Zollausführung sind häufig die praxisgerechte Wahl für ältere US-Maschinen, zollbasierte Zeichnungen und MRO-Ersatzanwendungen, bei denen nur ein einzelnes Zahnrad ersetzt wird. Metrische Zahnräder können bei importierten Maschinen, globalen OEM-Plattformen und auf Modul basierenden Zahnrad­sätzen erforderlich sein. Kein System ist grundsätzlich überlegen. Maßgeblich sind die Kompatibilität, die Zeichnungskontrolle, die Prüfvorgaben und die Frage, wie das Zahnrad beschafft oder ersetzt wird.

Bei Ersatzgetrieben sollten Einkäufer nicht allein anhand einer Umrechnung der Maßeinheiten entscheiden. DP, Modul, Eingriffswinkel, Zähnezahl, Bohrung, Passfedernut, Zahnbreite, Achsabstand, Zahnflankenspiel, Werkstoff, Wärmebehandlung und Qualitätsdokumentation bestimmen gemeinsam, ob ein Zahnrad in der Baugruppe zuverlässig funktioniert.

Kurzantwort: Das Zahnradsystem an die Anlage anpassen

Verwenden Sie Zahnräder in Zollausführung, wenn die installierte Anlage, das Gegenrad, der Zeichnungssatz, die Ersatzteildokumentation und der Prüfprozess auf Zollmaßen basieren. Verwenden Sie metrische Zahnräder, wenn Maschine, Zeichnung, CAD-Modell und Gegenradsatz auf dem Modulprinzip beruhen. Liegen nur Muster oder unvollständige Daten vor, sollten Sie vor einer Systemumstellung eine Zahnradprüfung anfordern.

  • Zoll-Spezifikationen sollten für ältere US-Anlagen, Zollzeichnungen und einzelne MRO-Ersatzteile beibehalten werden.

  • Metrische Spezifikationen sollten für importierte Maschinen, metrische CAD-Daten, auf dem Modulprinzip basierende Baugruppen und globale OEM-Plattformen beibehalten werden.

  • Eine Umrechnung von DP in Modul ist kein Nachweis für die Austauschbarkeit.

  • Vor der Bestellung sind Eingriffswinkel, Zähnezahl, Bohrung, Passfedernut, Zahnbreite, Achsabstand, Zahnflankenspiel, Werkstoff, Wärmebehandlung und der Prüfumfang zu bestätigen.

Zahnräder in Zoll- und Metrikausführung: die wichtigsten Unterschiede

Position

Zollzahnräder

Metrische Zahnräder

Bezeichnung der Zahngröße

Diametral Pitch, häufig als DP abgekürzt.

Modul.

Zeichnungseinheiten

Zoll; häufig mit älteren nordamerikanischen Anlagen und Werksunterlagen verknüpft.

Millimeter; gängig bei importierten Anlagen und globalen OEM-Zeichnungen.

Typischer Beschaffungskontext

Altanlagen aus den USA, werkseitige Zoll-Standards, MRO-Ersatzbeschaffung und Ersatzteilprogramme.

Importmaschinen, modulbasierte Getriebesätze, metrische CAD-Systeme und globale OEM-Plattformen.

Risiko bei der Ersatzteilbeschaffung

Das Risiko steigt, wenn ein metrisches Zahnrad ohne vollständige Prüfung ersetzt wird.

Das Risiko steigt, wenn ein Zollzahnrad ohne vollständige Prüfung ersetzt wird.

Schwerpunkt der Angebotsanfrage

DP, Eingriffswinkel, Zähnezahl, Bohrung/Passfedernut, Zahnbreite, Daten des Gegenrades, Werkstoff und Prüfumfang.

Modul, Eingriffswinkel, Zähnezahl, Bohrung/Passfedernut, Zahnbreite, Daten des Gegenrades, Werkstoff und Prüfumfang.

Was sind Zollzahnräder?

Zollzahnräder sind Zahnräder, deren Abmessungen und Zahngrößen nach dem Zollmaßsystem angegeben werden. Die gebräuchlichste Zahngrößenangabe ist der diametrale Teilungswert, kurz DP. DP beschreibt die Zahngröße im Verhältnis zu Teilkreisdurchmesser und Zähnezahl.

Beschaffer in Nordamerika treffen Zollzahnräder häufig in Altanlagen aus den USA, älteren Maschinen, Zollzeichnungen, Ersatzteilprogrammen und MRO-Ersatzprojekten an. Wird die Zollausführung beibehalten, lässt sich das Risiko von Abweichungen zum eingebauten Gegenrad, zu Prüfmitteln und zu Instandhaltungsunterlagen deutlich verringern.

Eine Angebotsanfrage für ein Zollzahnrad sollte deutlich mehr als nur DP enthalten. Vor der Bestellung sollten Eingriffswinkel, Zähnezahl, Außendurchmesser, Bohrung, Passfedernut, Nabenausführung, Zahnbreite, Werkstoff, Wärmebehandlung und alle Prüfanforderungen bestätigt werden.

Was sind metrische Zahnräder?

Metrische Zahnräder sind Zahnräder, deren Abmessungen und Zahngrößen nach dem Millimetersystem angegeben werden. Die zentrale Zahngröße ist das Modul. Es beschreibt die Größe jedes Zahns in metrischen Einheiten und wird häufig in metrischen Zeichnungen, importierten Anlagen und globalen OEM-Plattformen verwendet.

Beschaffer in Nordamerika arbeiten häufig mit metrischen Zahnrädern, wenn importierte Maschinen instand gehalten, Ersatzteile für modulbasierte Baugruppen beschafft oder Neuentwicklungen auf Basis metrischer CAD-Daten und globaler Lieferantenstandards umgesetzt werden.

Metrisch bedeutet nicht automatisch neuer, präziser oder besser geeignet. Sind Maschine, Gegenräder, Zeichnungssatz und Prüfprozess metrisch ausgelegt, sollten modulbasierte Spezifikationen in der Regel beibehalten werden, sofern keine konstruktive Neuauslegung erfolgt.

Modul versus diametrale Teilung: Warum eine reine Umrechnung nicht ausreicht

Vergleich von Zahnrädern mit diametraler Teilung und Modul inklusive Maßangaben

Modul und diametral pitch beschreiben beide die Zahngröße von Zahnrädern, basieren jedoch auf unterschiedlichen Maßsystemen. Eine gängige Vergleichsformel lautet:

Modul = 25,4 / DP

Diese Formel eignet sich zur Abschätzung von Zusammenhängen zwischen Zahnmaßen. Sie beweist jedoch nicht, dass ein Zollrad und ein metrisches Rad korrekt ineinandergreifen.

Begriff

Wobei es hilft

Was es nicht belegt

Diametral pitch / DP

Zahngrößenkategorie für Zahnräder im Zollmaß.

Vollständige Kompatibilität mit einem metrischen Zahnrad.

Modul

Zahngrößenkategorie für metrische Zahnräder.

Vollständige Kompatibilität mit einem Zollzahnrad.

DP-Modul-Vergleich

Annähernder Vergleich zwischen beiden Maßsystemen.

Eingriffswinkel, Zahnform, Zahnflankenspiel, Bohrung, Werkstoff, Wärmebehandlung oder Prüfpassung.

Die Kompatibilität von Zahnrädern hängt außerdem vom Eingriffswinkel, der Zähnezahl, dem Zahnprofil, gegebenenfalls der Profilverschiebung, der Bohrung, der Passfedernut, der Nabengeometrie, der Zahnbreite, dem Achsabstand, dem Zahnflankenspiel, dem Zustand des Gegenrades, dem Werkstoff, der Wärmebehandlung, dem Nachbearbeitungsprozess und den Prüfanforderungen ab.

Bei einem Ersatzprojekt ist „ungefähr passend“ keine belastbare Spezifikation. Wenn ein Zollrad und ein metrisches Zahnrad ähnlich erscheinen, sollte der Käufer die Zahnraddaten, die Zeichnung oder ein Muster vor der Bestellung prüfen lassen.

Wann nordamerikanische Käufer bei Zollzahnrädern bleiben sollten

Die Beibehaltung der Zollspezifikation ist in der Regel der sicherere Weg, wenn die bestehende Anlage und die Gegenkomponenten bereits auf Zollmaße ausgelegt sind.

  • Das Zahnrad wird in einer älteren US-Anlage ersetzt.

  • Das Gegenrad ist auf DP statt auf Modul ausgelegt.

  • Die Werkszeichnung, die Ersatzteildokumentation oder der Prüfplan basiert auf Zollmaßen.

  • Für MRO-Teams ist Kontinuität zu den installierten Anlagenkomponenten erforderlich.

  • Es wird nur ein Zahnrad ersetzt, während das Gegenrad weiterhin im Einsatz bleibt.

  • Achsabstand, Zahnflankenspiel, Wellenanordnung oder Gehäuse der Anlage lassen sich nicht neu auslegen.

  • Instandhaltungsteams lagern oder prüfen zugehörige Komponenten bereits in Zollabmessungen.

In solchen Fällen kann eine Umstellung auf Modul ohne kontrollierte technische Prüfung vermeidbare Risiken verursachen. Auch wenn die Zahngröße auf den ersten Blick ähnlich erscheint, müssen Eingriffswinkel, Zahnprofil, Bohrung, Passfedernut und Zahnbreite nicht zwingend übereinstimmen.

Wann metrische Zahnräder die bessere Wahl sein können

Metrische Zahnräder können die bessere Wahl sein, wenn Maschine, Zeichnungssatz oder OEM-Plattform bereits metrisch ausgelegt sind.

  • Importierte Anlagen verwenden Zahnräder auf Modulbasis.

  • Das Ersatzteil muss mit einem vorhandenen metrischen Zahnradsatz verzahnen.

  • Die OEM-Zeichnung, das CAD-Modell, der Prüfplan oder die Ersatzteilliste ist metrisch ausgeführt.

  • Ein globales Konstruktionsprogramm arbeitet mit metrischen Abmessungen und freigegebenen metrischen Lieferanten.

  • Eine Neuauslegung wird über metrisches CAD, technische Prüfung und formale Freigabe gesteuert.

Für Einkäufer in Nordamerika lautet die praktische Frage nicht, ob vor Ort Zoll- oder metrische Maße bevorzugt werden. Entscheidend ist, was die Anlage und die freigegebene Dokumentation vorgeben. Ist bereits ein metrischer Zahnradsatz installiert, sollte die modulspezifische Auslegung beibehalten werden, sofern keine vollständige Neuauslegung freigegeben ist.

Ersatzgetriebe: Was vor der Bestellung zu prüfen ist

Ersatzrad-Kandidat vor der Bestellung im Vergleich mit Musterzahnrad und Messwerkzeugen

Das Risiko bei Ersatzrädern entsteht meist durch fehlende Angaben. Ein Einkäufer kennt möglicherweise Durchmesser und Zähnezahl des Zahnrads, jedoch nicht Eingriffswinkel, Werkstoff, Wärmebehandlung oder Daten des Gegenrads. Für einen kontrollierten Ersatz reicht das nicht aus.

  • Wird nur ein Zahnrad ersetzt oder der gesamte Gegenrad-Satz?

  • Ist das Gegenrad auf DP oder auf Modul ausgelegt?

  • Ist der Eingriffswinkel bekannt?

  • Sind Zähnezahl, Außendurchmesser, Bohrung, Passfedernut, Nabenabmessungen und Breite bestätigt?

  • Sind Schrägungswinkel und Drehrichtung bei Schrägverzahnungen bestätigt?

  • Werden Achsabstand und Zahnflankenspiel durch das Gehäuse oder die Montage vorgegeben?

  • Liegt die ursprüngliche 2D-Zeichnung oder CAD-Datei vor?

  • Steht ein physisches Muster zur Prüfung zur Verfügung?

  • Sind Werkstoff, Wärmebehandlung, Härte und Oberflächenbeschaffenheit bekannt oder vorzugeben?

  • Sind Last, Drehzahl, Einschaltdauer, Schmierung, Temperatur und Verschmutzungsbedingungen bekannt?

  • Sind Prüf- und Dokumentationsanforderungen vor der Bestellung festgelegt?

Wenn keine Zeichnung vorliegt, kann ein physisches Muster dem Lieferanten bei der Projektprüfung helfen. Fotos und OEM-Nummern können die Identifikation unterstützen, dürfen jedoch nicht als alleinige verbindliche Fertigungsgrundlage herangezogen werden.

Sonderzahnräder in Zoll- und Metrikausführung: Was Käufer vor der Angebotsanfrage prüfen sollten

Sonderzahnräder sind sinnvoll, wenn Standardkatalogteile nicht zu den Anforderungen von Maschine, Zeichnung oder Anwendung passen. Bei Zoll- und Metrikprojekten prüft LILY sowohl DP-/zollbasierte als auch modulbasierte Anforderungen, sofern Käufer ausreichende Projektdaten bereitstellen.

LILY unterstützt Standard- und Sonderfertigungsprojekte für Zahnräder auf Basis von Zeichnungen, Mustern, Zahnraddaten, Betriebsbedingungen, Stückzahl und Dokumentationsanforderungen. Nach Prüfung von Zeichnung und Auftrag können unter anderem Stirnräder, Schrägräder, Kegel- und Gehrungsräder, Schneckenräder und Schnecken, Zahnstangen, Innenverzahnungen, Ritzelwellen, Verbundräder, Kunststoffzahnräder, Edelstahlzahnräder und kundenspezifische Zahnradbaugruppen besprochen werden.

LILY fertigt Zahnräder gemäß Kundzeichnungen sowie nach den geltenden Anforderungen von AGMA, DIN, ISO, JIS oder kundenspezifischen Vorgaben. Die erreichbare Präzisionsstufe hängt von Zahnradtyp, Größe, Werkstoff, Wärmebehandlung, Endbearbeitung und Prüfumfang ab. Für geeignete Projekte kann LILY eine Präzisionsbearbeitung bis zu Güteklasse 4 bzw. im Hochpräzisionsbereich besprechen, vorbehaltlich Zeichnungsprüfung, Zahnradtyp, Fertigungsroute und auftragsbezogener Prüfanforderungen.

Checkliste für die Angebotsanfrage von Zahnrädern

Strukturiertes RFQ-Paket für Zahnräder mit Zeichnungen, CAD-Daten, Musterrad und Messmitteln

Position der Angebotsanfrage

Bereitzustellende Angaben

Verbindliche Eingabe

2D-Zeichnung, CAD-Datei oder physisches Muster. Fotos können die Prüfung unterstützen, sollten jedoch nicht die einzige verbindliche Eingabe sein.

Getriebeart

Stirnrad, Schrägverzahnt, Kegelrad, Gehrungsrad, Schneckenrad, Zahnstange, Innenrad, Ritzelwelle, Verbundrad, Kunststoffzahnrad, Zahnrad aus Edelstahl oder eine kundenspezifische Baugruppenanforderung.

Zahnradaten

Modul oder DP / diametrale Teilung, Eingriffswinkel, Zähnezahl, Zahnprofil, sofern bekannt, sowie Schrägungswinkel und Schrägungsrichtung bei Schrägverzahnungen.

Hauptabmessungen

Breite, Außendurchmesser, Innendurchmesser, Bohrung, Nabe, Wellenmerkmale, axiale Ausführung und Befestigungsart.

Merkmale

Passfedernut, Verzahnung, Gewindestift, Lagersitz, Befestigungsbohrungen, Gewinde, Anlageflächen oder sonstige einbaurelevante Details.

Gegenkomponenten

Informationen zum Gegenrad, Montagezeichnung, Achsabstand, Zahnflankenspiel, Vorgaben für das Zahnradpaar sowie die Angabe, ob nur ein Rad oder der komplette Satz ersetzt wird.

Werkstoff und Bearbeitung

Aktueller oder gewünschter Werkstoff, Wärmebehandlung, Härte, Oberflächenbehandlung, Korrosionsbelastung, Sauberkeitsanforderungen oder Verpackungsvorgaben, sofern bekannt.

Betriebsbedingungen

Last, Drehmoment, Drehzahl, Einschaltdauer, Drehrichtung, Schmierung, Temperatur, Verunreinigungen, Korrosionsbelastung, Schallsollwert und Bauraumgrenzen.

Kaufmännischer Umfang

Menge, Status als Prototypen-, Pilot- oder Serienfertigung, Jahresbedarf sofern verfügbar sowie der gewünschte Liefertermin.

Unterlagen

Prüfbericht, Werkstoffzeugnis, Verzahnungsprüfdaten, Wärmebehandlungs- oder Härtebericht, FAI, PPAP, CoC oder Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit.

Werkstoffoptionen, Wärmebehandlung, Oberflächenbehandlung und Fertigungsablauf sollten anhand von Zahnrädertyp, Größe, Last, Drehzahl, Einsatzumgebung, Genauigkeitsanforderung, Nachbearbeitungsbedarf, Menge und auftragsbezogenen Vorgaben festgelegt werden.

Qualitätsunterlagen, die Käufer anfordern können

Verzahnungsprüfaufbau mit Messausrüstung und auftragsbezogener Qualitätsdokumentation

Die Qualitätsdokumentation sollte vor Auftragserteilung festgelegt werden. Käufer sollten nicht davon ausgehen, dass grundsätzlich jedes Dokument standardmäßig enthalten ist.

Dokument oder Nachweis

Wann Käufer es anfordern können

Werkstoffzeugnis / MTR

Materialkontrollierte Industrieprojekte, bei denen Werkstoffgüte, Zeugnisformat und Umfang der Rückverfolgbarkeit zu bestätigen sind.

Maßprüfbericht

Ersatzräder, passkritische Bauteile und zeichnungsgebundene Ausführungen, bei denen Bohrung, Passfedernut, Nabe, Zahnbreite oder Befestigungsmerkmale relevant sind.

Verzahnungsprüfbericht

Projekte, bei denen Zahnprofil, Flankenlinie, Teilungsfehler, Rundlauf, Spanmaß oder Messung über Kugeln das Paarungsverhalten beeinflussen.

Wärmebehandlungsbericht / Härtebericht

Einsatzgehärtete Zahnräder, verschleißkritische Anwendungen oder Aufträge mit vorgegebenem Härteziel, Einsatzhärtetiefe oder Wärmebehandlungsverfahren.

Oberflächenbehandlungsbericht

Beschichtungs-, Passivierungs-, Galvanisierungs-, Schwarzoxid-, Korrosionsschutz- oder reinheitskontrollierte Projekte.

FAI / Erstmusterprüfung

Neuteile, neue Werkzeuge oder eine freigegebene Serienanlaufprüfung vor der Wiederholfertigung.

PPAP

OEM- oder Wiederholfertigungsprogramme, bei denen der Kunde ein Produktionsfreigabepaket verlangt.

CoC / Konformitätsbescheinigung

Aufträge, für die eine formale Konformitätsbestätigung gegenüber Zeichnung, Revision, Norm oder Bestellumfang erforderlich ist.

Rückverfolgbarkeitsnachweise

Projekte, die eine Rückverfolgbarkeit von Charge, Material, Prozess oder Prüfung erfordern.

LILY Bearing arbeitet auf Grundlage unternehmensweiter Qualitätsmanagementsysteme, darunter ISO 9001, AS9100 und IATF 16949, soweit anwendbar. Bei einer konkreten Getriebebestellung sollten Käufer im Rahmen der RFQ die erforderliche Dokumentation, den Prüfumfang und die projektspezifischen Qualitätsanforderungen abklären.

Praktische Entscheidungshilfe

  • Handelt es sich um ein Ersatzteil oder um eine Neuentwicklung?

  • Welches System verwenden die Eingriffsräder: DP oder Modul?

  • Wird nur ein Rad ersetzt oder der komplette Zahnradsatz?

  • Liegt eine freigegebene Zeichnung vor oder nur ein physisches Muster?

  • Sind Eingriffswinkel, Zähnezahl, Bohrung, Passfedernut, Zahnbreite und Achsabstand bestätigt?

  • Sind Werkstoff, Wärmebehandlung, Härte und Anforderungen an die Oberflächenbearbeitung bekannt?

  • Sind die Anforderungen an Prüfung und Qualitätsdokumentation festgelegt?

  • Arbeitet die Anlage mit zölligen oder metrischen Prüfnormen?

  • Wird eine DP-/Modul-Umrechnung von der Konstruktion geprüft?

  • Sind Zeichnungen, CAD-Daten, Muster, Einsatzbedingungen, Stückzahlen und Anforderungen an die Dokumentation für die RFQ vorbereitet?

Wenn mehrere dieser Fragen nicht beantwortet werden können, sollte der nächste Schritt eine Zahnradprüfung sein – nicht eine direkte Einheitenumrechnung.

Zahnradprüfung anfordern

Prüfpaket für Zahnräder mit Musterzahnrad, Zeichnung, Messmitteln und Unterlagen zur Lieferantenprüfung

Senden Sie Zeichnungen, Muster, Zahnradspezifikationen, Angaben zum Gegenbauteil, Einsatzbedingungen, Stückzahlen und die erforderlichen Prüfunterlagen. LILY kann den Projektumfang prüfen und auf Basis der Zeichnung sowie der Auftragsanforderungen inch-, metrische oder kundenspezifische Fertigungsoptionen für Zahnräder mit Ihnen besprechen.

FAQ

Worin besteht der Unterschied zwischen inch- und metrischen Zahnrädern?

Inch-Zahnräder werden üblicherweise über den Diametral Pitch spezifiziert, eine inchbasierte Kennzahl für die Zahngröße. Metrische Zahnräder werden üblicherweise über das Modul spezifiziert, eine millimeterbasierte Kennzahl für die Zahngröße. Vor der Annahme einer Austauschbarkeit sollten Käufer außerdem Eingriffswinkel, Zähnezahl, Bohrung, Zahnbreite und die Daten des Gegenrades prüfen.

Sind Diametral Pitch und Modul dasselbe?

Nein. Diametral Pitch und Modul beschreiben zwar beide die Zahngröße, basieren jedoch auf unterschiedlichen Systemen. DP ist inchbasiert, das Modul metrisch. Beide Werte lassen sich mathematisch vergleichen, eine Umrechnung allein beweist jedoch keine Austauschbarkeit zweier Zahnräder.

Können inch- und metrische Zahnräder miteinander in Eingriff kommen?

Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass sie miteinander kämmen. Umgerechnete Werte können zwar ähnlich erscheinen, der Eingriff hängt jedoch vom Eingriffswinkel, Zahnprofil, der Zähnezahl, dem Achsabstand, dem Zahnspiel, der Zahnbreite und dem Zustand des Gegenrades ab. Vor einem Austausch ist daher eine konstruktive Prüfung erforderlich.

Können metrische Zahnräder inch-Zahnräder ersetzen?

Metrische Zahnräder können inch-Zahnräder nur dann ersetzen, wenn die gesamte Zahnradgeometrie, die Gegenbauteile, Wellenmerkmale, das Material, die Wärmebehandlung und die Anforderungen an die Montage bestätigt sind. Bei einem einzelnen Ersatzrad in älteren inch-basierten Anlagen ist es häufig die sicherere Lösung, bei der ursprünglichen inch-Spezifikation zu bleiben.

Wie lässt sich feststellen, ob ein Zahnrad inch oder metrisch ist?

Beginnen Sie mit der Zeichnung, der Anlagendokumentation oder dem Ersatzteildatensatz des OEM. Falls diese Unterlagen nicht verfügbar sind, prüfen Sie die Zähnezahl, den Außendurchmesser, den Teilkreisdurchmesser, sofern bekannt, den Eingriffswinkel, die Bohrung, die Passfedernut und die Daten des Gegenrades.

Sollten Käufer in den USA inch- oder metrische Zahnräder wählen?

Käufer in den USA und in Nordamerika sollten in der Regel das System wählen, das zu der vorhandenen Anlage, den Gegenrädern, den Zeichnungen und dem Prüfnormensystem passt. In US-Altanlagen kommen häufig Zollverzahnungen zum Einsatz, während bei importierten Maschinen oder globalen OEM-Programmen metrische Verzahnungen erforderlich sein können.

Welche Angaben werden für eine Angebotsanfrage zu Sonderzahnrädern benötigt?

Eine Angebotsanfrage für ein Sonderzahnrad sollte eine Zeichnung, eine CAD-Datei oder ein Muster enthalten sowie Zahnradtyp, DP oder Modul, Eingriffswinkel, Zähnezahl, Bohrung, Passfedernut, Zahnbreite, Werkstoff, Wärmebehandlung, Stückzahl, Einsatzbedingungen, Daten des Gegenrads und die erforderlichen Prüfunterlagen.

Wodurch entstehen Passungs- und Kompatibilitätsprobleme bei Ersatzrädern?

Häufige Ursachen sind eine alleinige Umrechnung zwischen DP und Modul, fehlende Angaben zum Eingriffswinkel, eine falsche Zähnezahl, nicht verifizierte Bohrungs- oder Passfedernutmaße, unterschiedliche Zahnbreiten, ein nicht definierter Achsabstand, unbekannter Werkstoff oder unbekannte Wärmebehandlung sowie fehlende Informationen zum Gegenrad.

Welche Qualitätsunterlagen sollten Käufer für Sonderzahnräder anfordern?

Je nach Projektrisiko können Käufer Materialzeugnisse, Maßprüfberichte, Verzahnungsprüfberichte, Wärmebehandlungsprotokolle, Härteprüfberichte, Berichte zur Oberflächenbehandlung, FAI, PPAP, CoC oder Rückverfolgbarkeitsnachweise anfordern.

Kann ein Lieferant ein Zahnrad anhand eines Musters anbieten, wenn keine Zeichnung vorliegt?

Ein Lieferant kann unter Umständen ein physisches Muster prüfen; das verbindliche Angebot und der Fertigungsumfang hängen jedoch von messbaren Verzahnungsdaten, den Anforderungen an Werkstoff und Wärmebehandlung, den Informationen zum Gegenbauteil, den Einsatzbedingungen, der Stückzahl und den Prüfanforderungen ab.