Was ist eine Konstantkraftfeder? Funktionsprinzip, Montage und Einsatzbereiche
Eine Konstantkraftfeder ist ein aufgewickelter Flachstahlstreifen, der beim Abrollen seinen Krümmungsradius nahezu beibehält und dadurch über einen langen Hub eine weitgehend konstante Kraftkennlinie erzeugt – im Gegensatz zu einer Runddraht-Zugfeder, deren Verhalten dem Hooke’schen Gesetz folgt. Eine fachgerechte Trommelmontage ist dabei entscheidend: Der Trommeldurchmesser sollte 10–20% größer als der natürliche Wickeldurchmesser sein, und bei voller Auslenkung müssen mindestens 1,5 Windungen verbleiben, um Knicken, bleibende Verformung und eine verkürzte Lebensdauer zu vermeiden. Die Belastbarkeit wird durch Werkstoff, Bandbreite, Dicke und natürlichen Radius bestimmt; die Kraft steigt näherungsweise mit der dritten Potenz der Dicke. Eine geführte Bewegung sowie passende Endausführungen helfen zudem, Knick- und Ermüdungserscheinungen zu vermeiden. Typische Einsatzbereiche sind Gegengewichte, Rückholsysteme für Kabel und Schläuche, Rückstellmechanismen für Werkzeugköpfe, Schließsysteme für Schranktüren, Widerstandsmechanismen in Fitnessgeräten sowie Warenausgabesysteme im Einzelhandel, bei denen eine gleichmäßige lineare Kraft erforderlich ist.


